etwas Geschichte

... wie der See entstand

Die Entstehung


Das Gebiet des heutigen des Max-Eyth-See entstand vor etwa 1 Million Jahren. Durch das Abschmelzen der Gletscher entstanden reißende Wasserströme, die die heutigen Flusslaufe ausschwemmten. So entstand auch die Neckarschleife zwischen Münster und Hofen. Auf dieser fruchtbaren Ebene haben sich bereits in vorchristlicher Zeit Menschen angesiedelt.

Strand und Tanzcafe

Der Begründer


Der Stuttgarter Fuhrunternehmer Karl Epple (Kies-Epple) war fur den Aushub des Max-Eyth- See verantwortlich und gilt somit als Begründer des Sees. Ab 1914 wurden die machtigen Kies- und Sand- schichten zuerst am Neckar und ab 1925/26 im Bereich des heutigen Max-Eyth-See abgebaut.
Durch den Bau der Brücke zwischen Hofen und Mühlhausen mit Stauwehr und den umfangreichen Erdarbeiten im Zuge der Neckarkanalisierung entstand ein Stausee, der die Landschaft wesentlich veränderte.

Gaststätte mit Strandcafe

Der Name


Namensgeber ist der in Kirchheim unter Teck geborene Ingenieur und Schriftsteller Max Eyth (1836-1906). 1896 wurde Max Eyth in den Adelsstand gehoben. Der See wurd zum 100. Geburtstag von Max von Eyth nach diesem benannt.

Glückspilz am See

Badeanlage & Zerstörung


1934/35 wurde das Gebiet zu einer Sport- und Badeanlage erweitert. Auf einer Halbinsel in der Seemitte wurde ein Restaurant mit Terrasse gebaut, welches fur 2.000 Personen Platz hatte. Das Seerestaurant war damals mit dem Festland über eine Holzbrücke verbunden und hatte an der Nordseite eine Anlegestelle für Schiffe.
Das Bade- und Freizeitvergnugen sollte nur für wenige Jahre anhalten. Mit dem Beginn der Luftangriffe wurde zwischen dem See und dem Neckar ein Erddamm errichtet und der See ausgepumpt. Dadurch sollte es den aus Norden kommenden Flugzeugen erschwert werden, sich zu orientieren.
Am 14. auf 15. April 1943 wurden die Neckarvororte Mühlhausen, Hofen, Münster und Bad Cannstatt bombardiert und dabei auch die Gebaude der Bade- und Sportanlage größtenteils zerstört. Verschont blieb lediglich das Restaurant.
Der Seegrund wurde nach dem Auspumpen fur den Gemüseanbau genutzt. Nach einem Dammbruch 1949 füllte sich jedoch der See wieder.

Leuchtturm bei Nacht

Wiederaufbau


Der Aufbau der heutigen Seeanlage begann 1970. Zur neuen Gestaltung und dem Ausbau waren umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Die zukunftige Seetiefe wurde auf 2,3 m festgelegt und es entstanden schöne Uferwege. Die Seeflache wurde auf 17,3 ha erweitert und bekam ein Volumen von 380.000 qm

See von den Weinbergen aus

Fauna and Flora


Das groBe Vogelschutzgebiet, Biotope und die wassertiergerechte Bepflanzung der Seeuferzone sorgten fur eine rasche Zunahme vieler Vogelarten. über 200 zum Teil seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten wurden festgestellt. Vertreten sind darunter unter anderem die Graugänse, Stockenten, Krickenten, Knackenten, Blässhühner, Teichhühner, Haubentaucher, Höckerschwäne und Lachmöven
In der Zwischenzeit haben sich auch Graureiher und Kormorane angesiedelt und die population der Graugänse hat überhandgenommen. Durch diesen Umstand fehlen den kleinen Vögel leider die Möglichkeiten in Ruhe zu brüten.

Anlegesteg am Tanzcafe

Fußnote


  • Alle Informationen stammen vom :
  • Bürgerverein Hofen e.V.
  • 1. Vorstand: Thomas Fuhrman
  • Geschaftsstelle: Wagrainstralte 47, 70378 Stuttgart
  • Telefon 0711 / 389 500-22, Telefax 0711 / 389 500-20
  • email: buergerverein@stuttgart-hofen.de